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Battery Backup Systems: Wie Netzbetreiber den Begriff „vulnerable person“ für digitale Telefonleitungen definieren

BlogEinblickeTelekommunikation

Bei einem Stromausfall verpflichtet General Condition A3.2(b) Netzbetreiber in Großbritannien dazu, mindestens eine Lösung bereitzustellen, die es schutzbedürftigen Personen ermöglicht, für mindestens eine Stunde Notrufe abzusetzen. Diese Maßnahme stellt sicher, dass Kundinnen und Kunden mit erhöhtem Risiko auch bei Stromausfällen weiterhin Zugang zu einem Telefonanschluss haben – und Netzbetreiber sind verpflichtet, diese Lösung kostenfrei bereitzustellen.

Doch wie identifizieren Betreiber, wer als schutzbedürftig gilt? Telekommunikationsunternehmen definieren „vulnerable“ (schutzbedürftige) Kundinnen und Kunden als Personen, die bei einem Ausfall der Telefonverbindung einem besonderen Risiko ausgesetzt wären. Die Kriterien orientieren sich an regulatorischen Vorgaben sowie an bewährten Branchenstandards – immer mit dem Ziel, Menschen zu schützen, die auf eine funktionierende Verbindung angewiesen sind.

Typische Kriterien für schutzbedürftige Personen

  1. Medizinische Abhängigkeit – Personen, die auf folgende Geräte angewiesen sind:
    • Telecare-Systeme (z. B. Notrufknöpfe, Sturzsensoren, Gesundheitsüberwachung)
    • lebenswichtige medizinische Geräte (z. B. Beatmungsgeräte, Heimdialyse, Infusionssysteme)
  2. Alter oder Behinderung
    • Menschen mit eingeschränkter Mobilität
    • Personen mit Sinnesbeeinträchtigungen (z. B. Seh- oder Hörbehinderung)
  3. Wohnortbezogene Risiken
    • Haushalte mit schlechter oder fehlender Mobilfunkabdeckung
    • Gebiete mit erhöhter Gefährdung (z. B. Hochwasserzonen, Katastrophengebiete)
  4. Besondere persönliche Umstände
    • Personen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko (z. B. Betroffene häuslicher Gewalt mit Alarmgeräten)
    • sozial oder finanziell benachteiligte Personen, die sich keine Backup-Lösungen leisten können

Wie Netzbetreiber schutzbedürftige Kundinnen und Kunden unterstützen

  • Bereitstellung von Battery Backup Units (BBUs)
    Viele Anbieter stellen für digitale Telefonleitungen kostenlose Akkupuffer zur Verfügung, die die Telefonie während eines Stromausfalls für mehrere Stunden sicherstellen.
  • Registrierung für Prioritätsdienste
    Schutzbedürftige Kunden können besondere Unterstützung bei Störungen erhalten.
  • Alternative Notfalllösungen
    mobile Backup-Lösungen, oder Bereitstellung oder Empfehlung eines geladenen Mobiltelefons

Regulatorische Vorgaben und Branchenstandards

In Großbritannien verpflichtet Ofcom die Telekommunikationsanbieter, sicherzustellen, dass schutzbedürftige Personen während eines Stromausfalls Notrufe tätigen können. Dies erfolgt durch Battery Backups oder alternative Kommunikationswege.

Im Zuge des landesweiten Übergangs von analogen Leitungen zu digitalen VoIP-Anschlüssen wurden zusätzliche Vorgaben geschaffen, um Risiken zu minimieren — insbesondere für Kundinnen und Kunden, die auf Telecare-Geräte angewiesen sind.

Wesentliche regulatorische Anforderungen

Mindest-Backupdauer:
Anbieter müssen mindestens eine Stunde Telefonie für schutzbedürftige Personen sicherstellen.

Kostenfreie Bereitstellung:
Die Backup-Lösung muss kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Erweiterte Schutzmaßnahmen

Im Dezember 2023 verpflichteten sich britische Netzbetreiber wie BT, Sky, Virgin Media O2 und TalkTalk zu zusätzlichen Maßnahmen:

  • Keine erzwungene Umstellung auf Digitalanschlüsse ohne ausreichende Schutzmechanismen.
  • Proaktive Identifikation und Unterstützung schutzbedürftiger Kundinnen und Kunden.
  • Prüfung von Backup-Lösungen über die Mindestanforderung hinaus (z. B. 8 Stunden Notstrom).

Wie Netceed Netzbetreiber unterstützen kann

Netceed hat eine neue FTTH-Batterielösung entwickelt, die Anschlüsse auch bei Stromausfällen zuverlässig weiterlaufen lässt. Die Batterie kann bis zu drei Endgeräte – etwa Gateways, Router oder analoge Telefonadapter – für mindestens eine Stunde gemäß Ofcom-Vorgaben versorgen.

  • Wie funktioniert das System?
    Im Normalzustand versorgt das Netzteil die angeschlossenen Geräte und lädt gleichzeitig die internen Batterien.
  • Bei einem Stromausfall stellt die FTTH-Batterie eine Backup-Leistung von 30 W bereit.
  • Die Batterie liefert automatisch die passende Spannung (5 V, 9 V oder 12 V), gesteuert durch einen Smart Connector am USB-Port.
  • Es können bis zu drei Geräte gleichzeitig betrieben werden.

Einzigartige Sicherheitsfunktionen

Überlastwarnung:
Wenn die angeschlossenen Geräte mehr Leistung benötigen als die Batterie liefern kann und die garantierte Backup-Stunde nicht mehr eingehalten werden kann, zeigt eine LED eine Warnung an.

Alterungswarnung:
Eine zweite LED weist darauf hin, wenn die Batterie aufgrund von Alterung weniger als eine Stunde Backup-Zeit liefern kann.
→ Der Austausch kann einfach durch den Endkunden durchgeführt werden

 

 

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