
Plastic Free July
In der heutigen Welt ist die Plastikverschmutzung zu einer dringenden Umweltkrise geworden. Einwegkunststoffe, die häufig in Verpackungen vorkommen, tragen maßgeblich zu dem Abfall bei, der in unseren Ozeanen, Deponien und sogar in der Luft landet, die wir atmen. Da Verbraucher und Unternehmen zunehmend umweltbewusst handeln, ist die Reduzierung von Kunststoffverpackungen nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit.
Plastic Free July® ist eine globale Bewegung, die Millionen von Menschen dabei unterstützt, Teil der Lösung gegen Plastikverschmutzung zu werden. Die diesjährige Kampagne von Plastic Free July konzentriert sich auf kleine Veränderungen, die jeder von uns beitragen kann – unter dem Motto „Small steps, big difference“.
Bei Netceed setzen wir uns dafür ein, innovative Lösungen zu finden, die die Abfallmenge reduzieren und das Recycling maximieren – für eine sauberere und gesündere Umwelt für zukünftige Generationen.
Im Rahmen des Plastic Free July haben wir unsere Group Sustainability Lead, Juliette Gaussem, gebeten, mehr über unsere Bemühungen zur Reduzierung von Kunststoff in Verpackungen zu erzählen.
Frage 1: Können Sie sich und Ihre Rolle bei Netceed vorstellen?
Mein Name ist Juliette Gaussem und ich bin Global Sustainability Lead. In dieser Rolle treibe ich die Entwicklung und Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und -initiativen voran und leiste damit einen direkten Beitrag zur Erreichung unserer ESG-Ziele (Environmental, Social & Governance). Darüber hinaus spiele ich eine zentrale Rolle bei der Definition unseres ESG-Governance-Rahmens, um sicherzustellen, dass ESG-Prinzipien fest in unsere unternehmerischen Entscheidungsprozesse integriert sind. Mein übergeordnetes Ziel ist es, unsere Geschäftsstrategien mit unseren langfristigen Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen und so unser Engagement für verantwortungsvolle und nachhaltige Geschäftspraktiken bei Netceed weiter zu stärken.
Als wesentlicher Partner der Telekommunikationsbranche ist es unsere Aufgabe, die Branche zu nachhaltigeren Praktiken zu führen. Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, um unseren Kunden nachhaltigere Optionen anzubieten, ist entscheidend – und Verpackungen sind eines der Themenfelder, an denen unsere Teams intensiv arbeiten.
Frage 2: Können Sie erklären, woran Sie derzeit im Bereich Verpackungen und Kunststoff arbeiten?
Wir suchen aktiv nach Lösungen, um den Einsatz von Kunststoff zu reduzieren, indem wir ihn durch andere Verpackungsmaterialien ersetzen. Dazu gehören Papier, Karton und innovative Materialien wie Biokunststoffe, biologisch abbaubare Kunststoffe auf Maisbasis oder Produkte aus Meeresalgen. Das Ziel besteht darin, Kunststoffabfälle zu eliminieren und die Umweltauswirkungen von Verpackungen zu verringern. Gleichzeitig achten wir auf Recycelbarkeit und den Abbau übermäßiger Verpackung.
Ein Beispiel: Unser Procurement-Team in Belgien ist bereits vollständig auf umweltfreundliche Folien und Kartonverpackungen umgestiegen und nutzt wiederverwendbare Metallboxen für den Warentransport statt Holzpaletten.
Frage 3: Was sind die wichtigsten ökologischen Vorteile der Reduzierung von Kunststoff in Verpackungen?
Die Vorteile sind erheblich. Erstens reduziert sie die Plastikverschmutzung – ein großes Umweltproblem, das Ozeane, Tierwelt und sogar die menschliche Gesundheit beeinträchtigt. Kunststofffreie Verpackungsmaterialien sind häufig biologisch abbaubar oder leichter recycelbar, was die Menge an Abfall reduziert, die auf Deponien landet. Viele alternative Materialien haben außerdem einen geringeren CO₂-Fußabdruck als Plastik und tragen so zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Und nicht zuletzt hilft uns die Umstellung, die gesamte Lieferkette neu zu denken und eine intensivere Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu fördern.
Frage 4: Mit welchen Herausforderungen sind Sie beim Umstieg auf nachhaltigere Verpackungen konfrontiert?
Heute gibt es eine große Vielfalt an Alternativen – die Herausforderung liegt darin, die am besten geeignete Lösung zum besten Preis zu finden. Nachhaltige Materialien können teurer sein als Plastik, das dank etablierter Produktionsprozesse weit verbreitet und kostengünstig ist. Hinzu kommt, dass nicht jedes Material denselben Schutz und dieselbe Haltbarkeit für Produkte bietet. Es ist wichtig, dass Waren unversehrt beim Kunden ankommen. Außerdem können Anpassungen in der Lieferkette und die Akzeptanz neuer Materialien zusätzliche Herausforderungen darstellen.
Frage 5: Wie hat Netceed diese Herausforderungen überwunden?
Ich bin überzeugt, dass die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie mit anderen Unternehmen uns dabei hilft, innovative Lösungen zu finden, die die Kostenstruktur berücksichtigen und gleichzeitig langfristige finanzielle und ökologische Vorteile bieten. Genau das tun wir derzeit.
Fazit
Unser Weg zu vollständig plastikfreien Verpackungen ist noch lang, aber wir machen Fortschritte auf diesem herausfordernden Weg. Wir sind fest entschlossen, weiterhin mit Lieferanten, Kunden und Nachhaltigkeitsexperten zusammenzuarbeiten, um die besten Lösungen für unser Unternehmen zu finden – denn dieser Wandel ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern stärkt auch die Kundenzufriedenheit.
Happy Plastic Free July an alle!
